http://jagd-und-umwelt.npage.de/ http://jagd-und-umwelt.npage.de/in-der-ruhezone.html http://jagd-und-umwelt.npage.de/jaeger-und-naturschutz.html

 
Wenn Bartgeier und Steinadler mit Bleimunition erlegte Tiere fressen, können sie sich eine Bleivergiftung zuziehen. Die kann für die Greifvögel tödlich enden.
 
3sat.de|Von 3sat.online
 
http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=46988

 

 

 

 

 

Do., 23.10.2014

In Deutschland ist anscheinend
kein Platz für Wildtiere.

Immer wieder verschwinden Luchse und Wölfe in Deutschland. Sie werden vergiftet, geschossen oder sterben einen grausamen Tod in Fallen. Oft ist...
ardmediathek.de|Von Das Erste

 

http://www.ardmediathek.de/tv/report-M%C3%BCnchen/Wilderei-in-Deutschland-Trotz-Schutzsta/Das-Erste/Video?documentId=24233640&bcastId=431936

 

 

 

 

 

 

Do., 23.10.2014

Frisch aus der Druckerei: Unsere neuer Leitfaden zum Thema illegale Greifvogelverfolgung in Deutschland ist endlich da. Die Broschüre, die vom Komitee gemeinsam mit NABU und LBV herausgegeben wird, richtet sich an Behörden und Naturfreunde und enthält neben den gängigen Gesetzestexten zahlreiche Hinweise zum Erkennen, Bekämpfen und Verhindern von Greifvogelverfolgung. Kostenlose Bestellung per Email an info@komitee.de. Adresse nicht vergessen!

Frisch aus der Druckerei: Unsere neuer Leitfaden zum Thema illegale Greifvogelverfolgung in Deutschland ist endlich da. Die Broschüre, die vom Komitee gemeinsam mit NABU und LBV herausgegeben wird, richtet sich an Behörden und Naturfreunde und enthält neben den gängigen Gesetzestexten zahlreiche Hinweise zum Erkennen, Bekämpfen und Verhindern von Greifvogelverfolgung. Kostenlose Bestellung per Email an info@komitee.de. Adresse nicht vergessen!

http://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/vogelschutz/vdj/broschuere_gegen_illegale_verfolgung.pdf

 

 

 

 

 

 

 

Fr., 17.1o.2014

Sein größter Feind ist der Mensch. Und das, obwohl es laut EU Vogelschutzrichtlinie verboten ist, Habichte zu fangen, zu beunruhigen oder zu töten. Um darauf aufmerksam zu machen, wurde der stolze Greifvogel zum...
www1.wdr.de|Von WDR

http://www1.wdr.de/fernsehen/wissen/quarks/sendungen/aktuellesvideo-habicht100.html

 

 

Mi., 08.10.2014

Hormone für unser Wild fordern die Jäger

http://www.mittelbayerische.de/region/schwandorf/artikel/jaeger-fordern-die-pille-fuer-wildsaeue/1132351/jaeger-fordern-die-pille-fuer-wildsaeue.html

 

 

 

Mi., 08.10.2014

Interview mit Landesjagdverbands-Präsident "Jagd ist auch angewandter Tier- und Naturschutz"

Der Landesjagdverband verlangt erhebliche Korrekturen am Entwurf für das neue Jagdgesetz.

Der Landesjagdverband verlangt erhebliche Korrekturen am Entwurf für das neue Jagdgesetz. Foto: dpa

Die Jäger hadern mit dem geplanten neuen Jagdgesetz. Zurzeit veranstaltet der Landesjagdverband NRW in fünf Städten so genannte Regionalkonferenzen – eine davon heute in Münster. Anlass für unser Redaktionsmitglied Stefan Werding, mit dessen Präsidenten Ralph Müller-Schallenberg zu reden. 

Von Stefan Werding
 

In der Debatte um das neue Jagdgesetz scheint es nur um Katzen zu gehen. Worum geht es in Ihren Augen eigentlich?

Ralph Müller-Schallenberg: Es geht um überflüssige Verbote und unfaire Vorschriften, um einen massiven und verfassungswidrigen Eingriff in das bestehende Jagdsystem wie den Katalog der jagdbaren Arten. Wer die Wildtiere von heute mehr als hundert auf 27 zusammenstreichen will, der praktiziert nicht zu mehr, sondern weniger Tierschutz.

Ralph Müller-Schallenberg, Präsident des Landesjagdverbandes.

Ralph Müller-Schallenberg, Präsident des Landesjagdverbandes.

Können Sie mir das erklären?

Müller-Schallenberg: Wir Jäger haben die gesetzliche Pflicht, alle jagdbaren Arten zu hegen, auch wenn sie überhaupt nicht bejagt werden dürfen, was bei den meisten Wildarten längst der Fall ist. Es gibt also guten Schutz. Wenn diese Arten aus dem Wildtierkatalog fallen, gilt diese gesetzliche Regelung nicht mehr. Diese gesetzliche Hegepflicht haben nur die Jäger.

Welche Tiere wären davon betroffen?

Müller-Schallenberg: Greifvögel oder die meisten Entenarten zum Beispiel, die seit vielen Jahren keine Jagdzeit haben. Wenn denen etwas passiert oder wenn sie hungern, müssen sich die Jäger kümmern.

Ein anständiger Jäger kümmert sich um die Tiere auch, wenn sie nicht auf der Liste…

Müller-Schallenberg: … (unterbricht) Ja, natürlich. Aber er allein hat die Verpflichtung dazu. Zudem ist das Jagdrecht ein Eigentumsrecht. Wer in diese Rechte eingreift, braucht dafür einen sachlichen Grund.

"Da wird staatlicher Willkür Tür und Tor geöffnet."

Ralph Müller-Schallenberg

In der laufenden Debatte entsteht der Eindruck, dass die Jäger versuchen, jede Änderung zu verhindern. Sie haben selbst formuliert: „Wer den Kampf auf dem Lande will, der kann ihn haben.“ Das klingt zumindest Besorgnis erregend.

Müller-Schallenberg: Der ländliche Raum ist auch in großer Sorge, weil er von diesem Gesetz massiv betroffen ist. Wir greifen vor allem 15 Punkte an, die wir für komplett falsch und unsinnig halten. Da wird staatlicher Willkür Tür und Tor geöffnet. Heute beim Jagdrecht, morgen auch bei anderen Landnutzern.

Sie haben eben gesagt, dass sie nicht das ganze Gesetz angreifen. Welche Punkte in dem Entwurf sind denn in Ordnung?

Müller-Schallenberg: Wenn ein verletztes Tier in ein anderes Revier wechselt, durfte der Jäger bislang nur folgen, wenn es sich um Schalenwild wie Rehe, Hirsche oder Wildschweine handelt. Jetzt soll der Jäger das Recht für alles Wild bekommen, um es möglichst schnell von seinem Leiden zu erlösen.

Auch innerhalb der Jägerschaft ist die Meinung über den Gesetzentwurf durchaus geteilt. Was erwarten sie von der Regionalkonferenz, die heute in der Halle Münsterland stattfindet?

Müller-Schallenberg: Der Landesjagdverband und unsere neun Partnerverbände des ländlichen Raumes haben 500.000 Mitglieder. Wir verlangen erhebliche Korrekturen an diesem Gesetzentwurf. Wir haben dazu am Dienstag (7. Oktober) mit 1.500 Teilnehmern im überfüllten Kölner Gürzenich die erste Demo veranstaltet. Donnerstagabend (19 Uhr, Halle Münsterland) kommen die Jäger und Vertreter des Münsterlandes zusammen. Wir sprechen mit den Landtagsabgeordneten aller Parteien ganz konkret über unsere 15 wichtigsten Punkte und lassen uns nicht mit Gefasel abspeisen. Ich möchte am Donnerstag in Münster vor allem von der SPD als größter Regierungspartei eine klare Aussage. Die SPD hat wie die Jagd eine große Tradition und mit ihr hat es in der Jagdpolitik seit den Zeiten meines legendären Vorgängers Constantin Freiherr Heereman nie Probleme gegeben. Das heutige Landesjagdgesetz ist ein SPD-Gesetz. Die Leute haben doch diese ständige Gängelung und Bevormundung der politischen Verbotsfreunde längst satt. Dagegen steht unser Motto: „Für Land und Leute! Schluss mit den Verboten!“ Wir führen den Kampf überall im Lande. Köln und Münster sind nur der Anfang.

"Eine Katze tötet im Jahr bis zu 1.000 Sing- und Wildvögel."

Ralph Müller-Schallenberg

So ganz ohne Katzen soll dieses Gespräch aber nicht zu Ende gehen. Im vergangenen Jahr wurden allein im Regierungsbezirk Münster 4347 Katzen abgeschossen. Ist eigentlich jede Katze im Wald eine wildernde Katze?

Müller-Schallenberg: Jede Katze in der freien Natur ist auf Nahrungssuche. Eine Katze tötet im Jahr bis zu 1.000 Sing- und Wildvögel.

Ist das der Grund, sie auch schießen zu dürfen?

Müller-Schallenberg: Uns ist es allen tausend Mal lieber, wenn die Halter auf ihre Haustiere aufpassen. Kein Jäger jagt Katzen. Aber selbst die Grünen räumen ein, dass wir ein Katzenproblem haben. Das Tötungsrecht ist ultima ratio, eine Art Notwehr. Wir können uns angesichts des Artensterbens und 40 bedrohter Vogelarten keinen geteilten Tierschutz leisten. Um die freilebenden Tiere kümmern sich aber nur die Jäger. Jagd ist eben auch angewandter Tier- und Naturschutz.

 

http://www.azonline.de/Muensterland/1751552-Interview-mit-Landesjagdverbands-Praesident-Jagd-ist-auch-angewandter-Tier-und-Naturschutz

 

 

 

 

 


 

 


 

 

animal public e.V.s Foto
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animal public e.V. hat 4 neue Fotos hinzugefügt.

Die Jäger versuchen die Verabschiedung des neuen Jagdgesetzes in NRW zu verhindern. Dazu haben sie sich heute in Köln getroffen. Wir waren auch da, um den Tieren eine Stimme zu geben. Am Donnerstag geht es in Münster weiter. Bitte unterschreibt auch unsere Resolution: http://www.animal-public.de/jagdreform-jetzt/


 

 

 
 
 
Der Entwurf für ein neues Jagdgesetz in NRW sieht vor, dass viele Tiere ganz aus dem Katalog der bejagbaren Arten verschwinden. Auch einige Jagdmethoden...
www1.wdr.de|Von WDR

http://www1.wdr.de/fernsehen/wissen/quarks/sendungen/aktuellesvideo-jagdgesetz100.html

 

 

 

 

Wolfsabschuss: Bleibt der Täter straffrei?

Langsam sickert es durch: Im Fall des Jägers, der am 06. Juni 2009 bei Tucheim im Jerichower Land/Sachsen-Anhalt einen wild lebenden Wolf tötete, hat das zuständige Amtsgericht die Klage abgewiesen. (Az 21a Ds 444 Js 8652/09). Angeblich ist dem Waidmann, der auf das geschützte Tier feuerte, weder Vorsatz noch Fahrlässigkeit nachzuweisen.

Foto: Polizei Burg

Fassungslosigkeit bei allen, die diesen Fall vor Ort und in den Medien verfolgt und Anzeige erstattet hatten. Dass die illegale Tötung einer geschützten Tierart – das Naturschutzrecht sieht dafür eine Höchststrafe von fünf Jahren vor – möglicherweise ungesühnt bleiben soll, ist ein Skandal. Und so mancher fragt sich, wozu nützen die besten Gesetze, wenn sie nicht angewandt werden. Sollte dieser Schütze wirklich straffrei bleiben, wäre das ein Freibrief für zahlreiche bewaffnete Wolfsgegner.

Die Begründung des Amtsgerichts Burg, ebenso jägerfreundlich wie abenteuerlich, spricht geltendem Natur-, Arten- und Tierschutzrecht Hohn. Sie stellt nämlich darauf ab, dass der 48-jährige Schütze, der während einer Gemeinschaftsjagd gegen 21.30 vom Hochsitz aus den Wolf tötete, davon ausgehen konnte, es handele sich um einen Hund, der hinter Rehen her war. Obwohl zu dieser Zeit die Dunkelheit bereits eingesetzt hatte, schoß er auf eine Entfernung von etwa 42 Metern einem hundeähnlichen Tier frontal in den Kopf. Dass er einen Wolf getötet hatte, will der Hobby-Jäger erst am nächsten Tag erfahren haben.

Das passt schlecht zu jenem Insider-Wissen, das kurz darauf in einem Online-Jägerforum ausposaunt wird: Demnach war ursprünglich geplant, das eindeutig als Wolf erkannte tote Tier stillschweigend zu verbuddeln. Da aber bereits zu viele der über 50 Mitjäger von der Tat wussten und der Täter auch bereits zugegeben hatte, den Wolf erschossen zu haben, hängte man das Tier zunächst bis zur weiteren Verwendung in eine Kühlzelle – wie das bei erlegtem Wild üblich ist.

Es ist kaum zu glauben: Was jedem Jagdscheinanwärter eingeschärft wird, nämlich unter gar keinen Umständen auf etwas zu schießen, was man nicht eindeutig als jagdbar erkannt hat, wird in der Begründung des Gerichts zu Gunsten der Täters ausgelegt. Es müsse berücksichtigt werden, heißt es da, dass die veränderten Lichtverhältnisse die Erkennbarkeit des Tieres beeinträchtigten und dass dem Schützen nur wenige Sekunden für seine Reaktion zur Verfügung stand. Das reinste Jägerlatein! Ob es nun ein Wolf oder ein Hund war, der an jenem Abend im Feuer lag, ist dabei zweitrangig. Dieser Schuß hätte überhaupt nicht fallen dürfen.

Es kommt aber noch schlimmer: Dem Jäger war es auch nicht erlaubt, einen Hund zu töten. Er war nämlich als Gastjäger gar nicht berechtigt den sogenannten Jagdschutz auszuüben, wonach Jäger unter bestimmten Umständen freilaufende Hunde erschießen dürfen. Dazu wäre eine schriftliche Erlaubnis der Jagdleiters notwendig gewesen. Die aber lag eindeutig nicht vor. Das ist der Mitteilung des Verwaltungsgerichts Magdeburg zu entnehmen, in der der sofortige „Entzug des Jagdscheins wegen Tötung eines Wolfes“ gerechtfertigt wird. (Offenbar wollte der Wolfstöter seinen eingezogenen Jagdschein baldmöglichst zurück. Az 3 B 211/09 MD). Und was nicht ganz unwesentlich ist: Unter diesen Umständen wäre auch der Abschuss eines Hundes nicht rechtens und ohne „vernünftigen Grund“.

Außerdem betont der fassungslose Landrat des Kreises Jerichower Land in seiner Pressemitteilung vom 09.06.2009, dass ihm dieses „jagdliche Fehlverhalten“ völlig unverständlich sei, weil er umfangreiche Informationen zur Wolfsthematik an die Jägerschaft gegeben und umfassend aufgeklärt habe. Schon deswegen sei es jagdliche Praxis in seinem Landkreis, dass auf freilaufende Hunde nicht geschossen wird. Daher könne sich der Jäger auch nicht auf eine Verwechslung mit einem Hund beziehen. Die Aussage des „ahnungslosen“ Schützen wie auch seiner Waidgenossen, es hätte bis zum Tatzeitpunkt niemand gewusst, dass Wölfe in ihrem Jagdgebiet vorkommen, ist demnach als Notlüge entlarvt.

Gleich nach Bekanntwerden der Tat, setzte eine ausführliche Berichterstattung in regionalen und überregionalen Medien ein. Die öffentliche Empörung, die sich anschließend in zahlreichen Kommentaren und Leserbriefen Luft machte, war auch der Nachricht geschuldet, dass der erschossenen Wolfsrüde auf dem nahen Truppenübungsplatz mit einer Partnerin lebte und Junge zu versorgen hatte.

Auch aus Jägersicht hat der Wolfstöter verantwortungslos gehandelt. Er verstieß nicht nur gegen die ungeschriebenen Gesetze deutscher Waidgerechtigkeit, sondern gleichzeitig gegen festgeschriebene jagdrechtliche Vorschriften. Das bescheinigt ihm der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt am 08.06.2009 in ungewohnt scharfer Form und droht schnelle und harte Konsequenzen an. Der Schütze habe dem öffentlichen Ansehen und der Glaubwürdigkeit des Verbandes schweren Schaden zugefügt. Und auch hier wieder der Hinweis, dass die Mitglieder in vielfältiger Weise über Wolfsvorkommen informiert und aufgeklärt worden seien.

Der ortsansässige Hobby-Jäger hätte also längst wissen können, dass sich in seinem Landkreis eine Wolfspopulation etabliert. Soviel Interesse am Artenschutz muss man von Mitgliedern eines Jagdverbands, der auf seinem Briefkopf als Naturschutzverband firmiert, schon verlangen. Was noch dazu kommt: Bereits im November 2005 veröffentlichte der Nordkurier unter der Überschrift „Altmark wieder Wolfsrevier“ einen Artikel, in dem u.a. das Jerichower Land als Wolfsgebiet ausgewiesen wird – und auch hier schon ein Appell des Landesverwaltungsamts an die Jäger, im Rahmen des Jagdschutzes aus Verwechslungsgründen auf die Verfolgung von Hunde zu verzichten.

Es ist höchste Zeit, dass Jägern endlich gesetzlich untersagt wird, auf Haustiere zu schießen – zum Wohl von Wölfen sowie von Hunden. Nur so wird sich die Spreu vom Weizen trennen. Appelle nützen nichts. Auf freiwilligen „Verzicht“ ist kein Verlass. Ein entsprechendes Verbot auf Bundes- und Länderebene ist nötig und längst überfällig. Wenn es bestimmte Interessengruppen auch nicht wahrhaben wollen: Deutschland ist Einwanderungsland – auch für Wölfe!

 

soll der geier vergissmeinicht fressen?

was verlangt ihr vom schakal,

dass er sich häute, vom wolf? soll

er sich selber ziehen die zähne?

Hans Magnus Enzensberger  – Verteidigung der Wölfe

© 05.07.2010 – Karin Hutter

http://www.animal-public.de/blog/wolfsabschuss-bleibt-der-tater-straffrei/

 

 

 

 

 
 

Jäger demonstrieren vor Landtag gegen Jagdrecht

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/krefeld/moerder-vorwurf-jaeger-wehren-sich-aid-1.4466655

 

 

 

 

Krefeld: Mördervorwurf - Jäger wehren sich

Krefeld: "Mörder"-Vorwurf: Jäger wehren sich

Kanadagänse am Ufer des Elfrather Sees. Die Gänse koten nur auf die Liegewiese, der Kot im Wasser kommt von den Enten.

Krefeld. Krefelder Jäger werden vermehrt als "Mörder" beschimpft, wenn sie am Elfrather Badesee auf Gänsejagd gehen. Deshalb reagieren sie auf den Wunsch der Stadt, Gänse intensiver zu bejagen, zögerlich. Gleichwohl schossen sie 2013/2014 mehr Gänse. 

Die Krefelder Jäger sehen sich angesichts wiederholter Proteste von Passanten gegen die Bejagung von Gänsen ungerechtfertigter Kritik ausgesetzt. Carl Wiegand, Vorsitzender der Kreisjägerschaft, teilte gestern mit, dass sich die Vorfälle häuften, bei denen Passanten aktive Jäger als "Mörder" beschimpfen, während die Jäger am Elfrather See auf Gänsejagd gehen. "Wir erbringen doch eigentlich der Gemeinschaft einen Dienst, indem wir den Badesee von den Gänsen befreien", sagt Wiegand.

Er sei sicher: Wenn am E-See Gänse intensiver bejagt würden, könnten die Gänse vertrieben werden - und Krefeld wäre mit seinem verschmutzten See raus aus den Negativschlagzeilen bei Badeseetests. Wiegand aber sagt: "Bei diesen Anfeindungen müssen wir von einer noch intensiveren Bejagung absehen." Er fordert, dass die Stadt das Areal mehrfach pro Jahr sperrt und für die Bejagung freigibt - dies würde Konflikte mit Passanten vermeiden helfen.

Die Stadt hat gestern die Gänseabschusszahlen für das Jahr 2013 am Elfrather See mitgeteilt. Demnach soll die Zahl der abgeschossenen Tiere dort gestiegen sein. Seit Beginn der laufenden Jagdsaison am 16. Juli seien 96 Gänse geschossen worden, in der gesamten Jagdsaison des Vorjahres vom 16. Juli 2013 bis 31. Januar 2014 wurden lediglich 65 Gänse geschossen. Auch stadtweit steigt die Zahl der abgeschossenen Gänse. In der Jagdsaison 2011/2012 waren es 273, 2012/2013 insgesamt 306, 2013/2014 insgesamt 370 auf Stadtgebiet. Der Elf-rather See gehört zu keinem speziellen Jagdrevier - die Stadt hat aber eine Ausnahmegenehmigung erteilt, dass die Jäger der benachbarten Reviere Traar-Ost und Uerdingen dort jagen können.

Die steigenden Abschusszahlen deutet Wiegand nicht als Indiz, dass die Gänsepopulation zurückgeht. "Ganz im Gegenteil; die steigenden Abschusszahlen sind ein Indiz, dass die Population auch steigt", meint er. Wiegand unterscheidet zwischen den drei Gänsearten Graugans, Kanadagans und Nilgans - während die Zahl der abgeschossenen heimischen Graugänse rückläufig sei, würde die Zahl der abgeschossenen Nilgänse steigen. Diese Tiere kommen ursprünglich aus Afrika, waren einst nicht hier beheimatet, treten aber gegenüber anderen Gänsearten aggressiv auf. Die Gänse, so erklärt Wiegand, würden nur die Liegewiese verschmutzen. "Der Dreck im Wasser muss von den Enten kommen. Gänse koten nicht in Gewässer."

 

 

 

 

Kleve: Fünf Dohlen abgeschossen
Polizei ermittelt - Hegering veröffentlicht Beweisfoto im Internet

Dohlen abgeschossen: Jäger des Hegerings Süd-Ost der Kreisjägerschaft Kleve (NRW) haben bei einer Vogeljagd Anfang August offenbar fünf geschützte Dohlen erlegt und versehentlich Fotos von ihrer Beute im Internet veröffentlicht. Auf einem Foto sind neben 79 Rabenkrähen und 2 Elstern am oberen Bildrand eindeutig 5 tote Dohlen und zwei Tauben zu erkennen. Die Tiere wurden anscheinend absichtlich beiseite gelegt und fehlen auf allen anderen Fotos, auf denen die Jäger mit ihrer Tagesbeute posieren. Das Komitee hat Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Unsere Pressemeldung von heute findet Ihr hier: 

http://www.komitee.de/content/presse/pressemeldungen-2014/kleve-f%C3%BCnf-dohlen-abgeschossen

Dohlen abgeschossen: Jäger des Hegerings Süd-Ost der Kreisjägerschaft Kleve (NRW) haben bei einer Vogeljagd Anfang August offenbar fünf geschützte Dohlen erlegt und versehentlich Fotos von ihrer Beute im Internet veröffentlicht. Auf einem Foto sind neben 79 Rabenkrähen und 2 Elstern am oberen Bildrand eindeutig 5 tote Dohlen und zwei Tauben zu erkennen. Die Tiere wurden anscheinend absichtlich beiseite gelegt und fehlen auf allen anderen Fotos, auf denen die Jäger mit ihrer Tagesbeute posieren. Das Komitee hat Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Unsere Pressemeldung von heute findet Ihr hier:

 

 

 

 

13.08.2014   

Wolf in Lieberoser Heide erschossen und geköpft

http://brandenburg.nabu.de/artenschutz/woelfe/nachrichten/16989.html

 

 

 Wolf erschossen und geköpft - Von 
Es ist streng verboten, Wölfe zu schießen. Sie stehen europaweit unter Naturschutz. Foto: Carina Vogel
Lieberose –  

Obwohl diese Raubtiere streng geschützt sind, wurde ein junger Wolf illegal erlegt. Naturschützer stellen Strafanzeige und fordern eine Ermittlungsgruppe beim Landeskriminalamt.

 
 
 

Ein wenig sieht es aus wie eine Provokation: In der Nähe des ehemaligen Truppenübungsplatzes bei Lieberose (Dahme-Spreewald) hat jemand einen Wolf erschossen. Eigentlich stehen diese Tiere europaweit unter strengstem Schutz. Dass jemand das Tier trotzdem erlegt hat, gilt als Straftat, die mit Geldbußen bis zu 50.000 Euro geahndet wird. Wenn jemand illegal ein geschütztes Tier tötet, halten sich die Täter meist an die 3-S-Regel: „Schießen-Schaufeln-Schweigen“.

Dass der erlegte Wolf diesmal im Straßengraben neben einer Bundesstraße lag – und dann auch noch genau unter einem Schild mit der Aufschrift „Naturschutzgebiet“ –, sehen Naturschützer als eindeutige Provokation. Außerdem hatte der Täter dem Wolf auch noch den Kopf abgetrennt. Seit Jahren gibt es Leute, die die Angst vor dem Rückkehr des Wolfs schüren und die weitere Ausbreitung dieser Raubtiere gern verhindern wollen.

Das Tier wurde auf einem Areal der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg gefunden. Dabei handelt es sich um einen riesigen ehemaligen Truppenübungsplatz, der sich nun wieder zur Wildnis werden soll und auf dem seit 2009 wieder Wölfe heimisch sind. „Wir wollen, dass sich Tiere und Pflanzen auf einer möglichst großen Fläche möglichst ungestört vom Menschen entwickeln können“, sagte Stiftungssprecherin Anika Niebrügge. Die Stiftung hat in ihrem Wildnisprogramm insgesamt vier Truppenübungsplätze mit 12.000 Hektar.

Wolfskopf als Jagdtrophäe

Nach dem Abschuss hat die Stiftung nun Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Cottbus gestellt. „Der Wolf steht unter strengem nationalen und internationalen Schutz“, sagte Andreas Piela von der Stiftung. „Das Verletzen und Töten von Wölfen als Verstoß gegen das Artenschutzrecht stellt einen Straftatbestand dar.“

Der geköpfte Wolf lag unter einem Schild „Naturschutzgebiet“. Das könnte man durchaus als Provokation verstehen. Foto: Carina Vogel

Das tote Tier wurde bereits am 7. August von einem Radfahrer gefunden, der auf der Bundesstraße B168 entlang fuhr und das kopflose Tier im Straßengraben sah. Der Radler informierte das Forstamt Peitz über den „deutlich riechenden Kadaver“ – wie es im Fundbericht heißt. Am nächsten Tag wurde das Tier im Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) obduziert. Dabei wurde zweifelsfrei fest gestellt, dass der Wolf an einer Schussverletzung gestorben ist. Dass der Kopf des Tieres erst nach dem Abschuss abgetrennt wurde und dass der Wolf ein erwachsenes Männchen von etwa zwei bis drei Jahren war.

Nun wird davon ausgegangen, dass der Täter ein Sammler sein könnte, der den abgetrennten Wolfsschädel als Trophäe haben wollte. „Die Tatsache, dass der Wolf enthauptet und so abgelegt wurde, dass man ihn gut finden konnte, zeugt davon, dass da jemand am Werk war, der die Öffentlichkeit provozieren möchte“, sagte Robert Franck vom Landesjagdverband. „Wir hoffen, dass am Ende dieser Provokation eine rechtskräftige Verurteilung des Straftäters steht.“

Eine andere Variante gilt als eher unwahrscheinlich: Dass ein Schütze das Tier erlegt und in den Straßengraben geworfen hat und ein Trophäensammler später den Kadaver fand und den Kopf abtrennte.

„Ich finde diesen Abschuss wirklich verwerflich“, sagte der Präsident des Landesumweltamtes Matthias Freude. „Aber es wird den Wolf bei uns nicht wieder ausrotten.“

Nabu fordert Ermittlungen

Anfang der 90er-Jahre wanderten aus Polen die ersten Wölfe über Sachsen nach Brandenburg ein. Inzwischen gibt es landesweit 100 Wölfe. Sie leben in 13 Rudeln, das bedeutet, es gibt bereits Jungtiere. Dazu kommen fünf Wolfspaare und einige Einzeltier. Die Tiere sind äußerst scheu und leben meist zurückgezogen auf ehemaligen Truppenübungsplätzen oder Tagebaurestlöchern. Trotzdem reißen die Raubtiere auch immer wieder Schafe und andere Haustiere. Deshalb zahlt die Landesregierung extra Geld, damit die Tierhalter ihre Weiden besser vor den Raubtieren schützen können.

Bundesweit wurden seit der Rückkehr des Wolfes in den 90er-Jahren zwölf Wölfe illegal erschossen. Im Land Brandenburg wurde 36 tote Wölfe gefunden, 25 starben durch Verkehrsunfälle, fünf durch Krankheiten oder die Ursache ist unklar – sechs wurden nachweislich erschossen: drei davon 1991, einer 1994, dann noch einer 2007, und nun der Wolf in Lieberose.

Der Naturschutzbund (Nabu) fordert nun, dass beim Landeskriminalamt eine Ermittlungsstelle eingerichtet wird, die immer dann aktiv wird, wenn Wilderer oder Jäger gegen den Artenschutz verstoßen. „Denn immer wieder werden auch andere geschützten Arten wie beispielsweise Biber, Kormoran oder Kranich aufgefunden, die den Verdacht nahe legen, dass sie mit Vorsatz getötet wurden“, so Katharina Weinberg vom Nabu.

Bei den zwölf Fällen, bei denen bundesweit ein Wolf erschossen wurde, konnten nur drei Täter ermittelt und bestraft werden. Sollte der Täter gefasst werden, droht ihm nicht nur eine hohe Geldstrafe, sondern – wenn es ein Jäger sein sollte – auch die wahre Höchststrafe für einen Waidmann: der Entzug der Jagdlizenz.

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12.08.2014 - Jäger versetzt Dorf in Angst

Jäger schießt im Ortsgebiet | Ein „Gastjäger“ soll ein Reh direkt vor einem Haus geschossen haben. Jagdpächter weiß von Beschwerden.

(© René Denk)
Von dieser Straße aus soll der Jäger in Richtung Mitterschläger Wohnhäuser geschossen haben. Das Reh soll sich dabei auf zirca zwei Drittel des Abstandes zu den Häusern befunden haben, weit nach dem Graben.
René Denk
MITTERSCHLAG | Über Aufruhr im Ort Mitterschlag berichtet eine besorgte Mutter, die sich an die NÖN gewandt hat. Der Grund: Ein „Gastjäger“, der dem Vernehmen nach auch einen Wohnsitz im Bezirk Gmünd hat, schießt in Siedlungsgebieten auf Rehe!

Über Pferdeweide auf Reh geschossen

„Der Jäger schießt von der öffentlichen Straße aus seinem Geländewagen auf einen Rehbock, der sich nur wenige Meter vor einem Wohngebäude befindet“, erzählt die Mutter. Angeblich wäre beim Schuss in Richtung Haus sogar ein Bewohner vor Schreck aus dem Bett gefallen. Dies wäre nicht der erste Vorfall gewesen. Einige Wochen zuvor dürfte derselbe Mann zirca 15 Meter von zwei nebeneinander stehenden Häusern direkt an einer Pferdeweide vorbei auf ein anderes Reh geschossen haben.

„Es gab auch schon zahlreiche Beschwerden, weil er immer wieder Flurschäden in Getreidefeldern und Wiesen verursacht hat, denn er fährt nach dem Abschuss in Felder. In der Dämmerung und nachts ist er auf öffentlichen Straßen und sogar auf der Hauptstraße ohne Licht unterwegs“, schildert sie.

Bisherige Gespräche ohne Wirkung

Einige Dorfbewohner sprachen bereits mit dem Jäger und forderten ihn auf, dies zu unterlassen. Auch mit Anzeigen wurde gedroht“, schildert der Vater. Den „Gastjäger“ dürfte das bisher nicht beeindruckt haben. „Alle anderen Jäger verhalten sich zivilisiert und sind total in Ordnung. Da gibt es keine Probleme, wir haben da ein sehr gutes Einvernehmen. Nur der eine Gastjäger führt sich auf, wie wenn er auf Safari in Afrika wäre. Hoffentlich gibt es von der Jägerschaft Konsequenzen für so ein unverschämtes, rücksichtsloses und bedrohliches Verhalten, bevor jemand zu Schaden kommt“, meint die Mutter.

Bisher keine Anzeigen

Bezirkshauptmann Michael Widermann erklärt im NÖN-Gespräch, dass es bisher keine Anzeigen gab. Anonyme Anzeigen wären in so einem Fall auch nicht zielführend, da man konkrete Zeugenaussagen brauche, um effektiv einschreiten zu können. „Grundsätzlich dürfen Jäger in der Nähe von Siedlungsgebieten schon jagen. Aber die Sicherheit muss gewährleistet sein und die Schussrichtung muss weg vom Siedlungsgebiet erfolgen. Wenn der Sachverhalt so ist, wie die Dame ihn beschreibt, dann darf er das natürlich nicht“, sagt Widermann.

Leopold Besenbeck ist Jagdausschuss-Obmann von Mitterschlag. Zwei Tage bevor, ihn die NÖN mit den Beschwerden konfrontierte, hätte er das erste Mal so ein Gerücht gehört. „Eine konkrete Beschwerde wurde bisher nicht an mich herangetragen. Ich bin mir aber sicher, dass es sich hierbei um einen Gastjäger handeln muss. Von den einheimischen Jägern ist das hundertprozentig keiner - da lege ich für jeden die Hand ins Feuer. Ein ordentlicher Jäger macht so etwas nicht und würde das auch nie machen“, äußert sich Besenbeck zu dem Fall.

Dem Obmann ist der Vorfall ein Dorn im Auge, wenn ein schwarzes Schaf den Ruf der Jägerschaft ruiniere. Er ist um Aufklärung bemüht.

Jagdpächter zögern Jagdrecht zu entziehen

Einer von drei Jagdpächtern des Gebietes ist Hermann Weiß. „Von den Beschwerden weiß ich schon länger. Ich habe dem Betreffenden schon oft gesagt, dass er das unterlassen soll. Dass man ganz nahe bei Häusern schießt, ist natürlich verboten“, sagt Weiß. Ihm stünde auch zu, dem Jäger das Jagdrecht in diesem Revier zu entziehen. „Das ist keine Entscheidung, die ich alleine treffen kann, die müssen wir zu dritt treffen“, so der Jagdpächter. Er will den „Gastjäger“ nochmals „eindringlich ermahnen“.

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26.07.2014, 19:00 Uhr,Bayerisches Fernsehen - Tatort Luchswald - auf Spurensuche mit Andreas Hoppe
und ein weiterer Filmbericht von Quer BR
 
 
 

Problematische Begegnung mit Wolf

In Hösseringen im Landkreis Uelzen ist ein neugieriger Jungwolf einem Jagdaufseher erstaunlich nah gekommen. Beunruhigend, denn zutrauliche Wölfe gelten als gefährlich.
 
ndr.de|Von NDR

 

 

So., 6.7., 18:15 - 19:00 WDR Fernsehen: Abschuss von Katzen

"Januar 2014 bei Rheine im Münsterland: Eine Familie findet ihre Katze erschossen in der Nähe ihres Grundstückes. Die Kugel steckt noch in ihrem Körper, wie ein Röntgenbild zeigt. An jenem Tag waren Jäger in der Nähe des Wohngebietes auf Kaninchenjagd gewesen. Mai 2014 im Kreis Euskirchen: nach zehn Tagen kommt eine Katze von einem ihrer Ausflüge schwer verletzt nach Hause. Mehrere Schrotkugeln stecken in ihrem Kopf. Die behandelnde Tierärztin berichtet, sie hätte in den vergangenen eineinhalb Jahren alleine 13 angeschossene Katzen behandelt. Diese Fälle sind keine Einzelfälle: alleine in NRW wurden 2012/2013 laut offizieller Jagdstatistik über 10.000 Katzen und 77 Hunde erschossen. Wird die anstehende Novellierung des Landesjagdgesetzes daran etwas ändern?"

 

Informationen zur Sendung und Trailer ansehen: